Sonntag, 18. Dezember 2011

Dschungel / Quito

Dschungel in Ecuador
Eigentlich so ein wenig auf mein (Chris) Wunsch, sind wir nach den Galapagos Inseln in den Dschungel gefahren. Für Jacelyne war wohl immer klar, dass es nicht ihr Territorium sein wird. Eines verrate ich euch vorneweg: Leider war es Dschungel für Arme. Sorry, es war ein bisschen Babykram. Natürlich hatten wir einfach auch Pech, der Anreisetag ging voll in Hose. Wir wünschten uns in der Agentur ein „kurzer Anfahrtsweg“ und „eine vielfältige Tierwelt“, hatten aber ein krass mühsamen Anfahrtsweg und wenig Tierwelt. Während der Anfahrt über den Fluss war gerade ein Sturm im Gang, völlig durchnässt erreichten wir die Lodge, eigentlich hätten wir genauso gut hinschwimmen können! Das Cabanas welches wir erhielten war dann gröber verschmutzt (klar auch vom Sturm natürlich) aber ein wenig putzen vorher? Ne, die Zuständigen waren wohl alle am faulenzen und kratzten sich am Bauch. Jacelyne verkroch sich für den Rest des Tages im Moskitonetz.


Sieht idyllisch aus, aber stellt euch diesen Fluss mal bei einem Dschungelsturm
vor wie bei der Anreise geschehen!!
Am nächsten Tag als die Sonne prächtig schien unternahm ich zwei verschiedene Touren durch den Regenwald, sicher es war interessant aber die Tierchen die wir eigentlich sehen wollten blieben uns fern. Es ist halt einfach auch ein Glücksache welche Tiere man sieht und ob überhaupt was zu sehen ist. Wahnsinnig schön war wie sich die Dschungelbuben für ihr Wald begeistern konnten. Klar ich mag es ihnen gönnen. Nach 48 Stunden Akklimatisierungszeit traute sich auch Jacelyne wieder aus ihrer Quarantäne. Und wisst ihr was? Sie wagte sich sogar mit mir auf die weiteren Ausflüge. Ich ziehe den Hut. Diejenigen die Jacelyne kennen wissen, dass sie sich vor haarlosen Tieren und vor jedem Insekt fürchtet, ja von denen gibt es im Dschungel sehr vieeele.


Unsere Hütte, seitlich ist alles offen, in der Nacht kommt das Gefühl auf,
man sitze in einem Vogelnest irgendwo weit draussen.
Jaja wir wissen so lässt es sich dann schon leben.
Solche Dinger entdeckte ich auf den Walks. Aber für die Papageien oder Affen müsste
ich ein super Zoomobjektiv haben.
Eine lupenreine Vogelspinne, etwa so gross wie eine Handfläche.
Das sind die Kuscheltiere die Jacy nicht zu ihren Frenden zählt.
Yesss, ich habe eine Schlange entdeckt, den Namen weiss ich nicht mehr, einfach giftig.

Natürlich gibt es auch harmlose und schöne Tierchen.

Jacelyne hält die Kokosnuss mit den Maden in der Hand. Ein Kauversuch haben
nur die ganz harten Kerle gewagt, wir nicht ;-)
Aber sonst ist Jacy für jeden Mist zu haben, Naturfarbe aus einer Blüte.
17 jähriges "Dschungelkind" mit seinen zwei Kindern.




Nichts desto trotz hielt der Urwald ein paar spezielle Überraschungen für uns parat. Habt ihr vor diesen Zeilen gewusst, dass es pinkige Delfine, schwimmende Spinnen, wandernde Bäume, oder Maden mit kokos Geschmack gibt? Wir auf jeden Fall nicht!! Ach ja und man gehe nie ohne Arsenal von mindestens 10 verschiedenen Moskito- Insektensprays aus dem Moskitonetz. Jacelyne und Chris im Dschungel ist für die Bister wie ein Filet Mignon im Viktoria Jungfrau für uns. Aber somit war auch dieser Urwaldtrip in Ecuador nach etwas Anlaufschwierigkeiten noch ganz lehrreich geworden. Was ich noch speziell als positiv hervorheben möchte ist das leckere Essen welches wir vorgesetzt bekamen. Aus den örtlichen Produkten formten die Köche mit primitiven Mittel Menüs der Spitzenklassen! Super lecker!


Die Profi Prianhasfischerin...

...und tatsächlich die beissen. Messerscharfe Zähnchen, ein Fehler und der Finger ist
wech, ehrlich. Aber am Abend gebraten auf dem Teller sind sie zahm und lecker...

...hingegen das Madenspiesschen eher weniger.
Das ist der Penisbaum...ähh nein sorry, der wandernde Baum. Der schafft durch neue Wurzeln ca. 3 Meter im Jahr. Für die Marathondistanz würde er also schlappe 14'065 Jahre benötigen :-))
Der schiefe Turm von Ecuador. Ein brüchiger Birdwatchingtower.
Gesehen haben wir aber Affen hehe.


Wir verbringen nun noch einige Tage in Quito der Hauptstadt von Ecuador und brechen danach unsere Zelte ab. Die Reise bringt uns nach Costa Rica, der Schweiz von Mittelamerika. Wir freuen uns das ihr alle so fleissig unseren Blog geniesst.


Quito, die Hauptstadt von Ecuador.




Mit dem Peru-Shirt mitten auf der Äquatorlinie in Ecuador.
Der Äquator verläuft etwas ausserhalb von Quito.
Natürlich musste ich die Weltkugel auf den Turm legen.
Zum z'Vieri gab es dann Meerschweinchen.

2 Kommentare:

  1. Buenas tardes amigos. Herzlichen Dank für euren Bericht und die teilweise chlei gruusigen Bilder aus Quito und dem Dschungel! I bewundere öich, ha aber gäng no lieber Röschti, ganz nach dem Motto: "Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht". I ha chlei e Datum-Chnüppel, hani doch gmeint, dir sigit im Dezämer mit em Stefan im sunnige Hawaii. U jetzt sid dir doch scho ungerwägs nach Fidji, oder?

    I wünsche öich uf all Fäll witeri interessanti Erläbnis wo ou immer u wenn müglich chlei normaleri Choscht!

    Härzlechi Wünsch zu de Feschttage und öich beidne es glücklichs nöis Johr u beschti Gsundheit.

    Liebi Grüess us em verschneite Seeland.

    Annemarie G.

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  2. Liebe Weltenbummler!

    Ich wünsche euch frohe Festtage und weiterhin viel Entdeckungsdrang, haltet uns "Verwurzelte" auf dem Laufenden!

    ...herzlichen Dank für die bildlichen Alternativen zum weihnächtlichen Fondue Chinoise ;-))

    Liebe Grüsse,
    Bruno (HBC Ins)

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